Wer kennt sie noch, die alten Drechsler, Nagelschmiede, Brokatweber oder Kupferstecher? Die Filmreihe wirft einen lebendigen Blick auf Wurzeln unserer Kultur.

Filme über alte Handwerksberufe sind in einer Zeit rasanten technischen Fortschritts, oft die letzten Dokumente des Könnens und Wissens früherer Generationen. Mit Stolz zeigen Handwerksmeister und Meisterinnen in der Filmreihe „Der Letzte seines Standes?“ noch einmal ihre Berufe. Dabei sein kann der Zuschauer, wenn Dinge entstehen, die aus unserer Zeit verschwunden sind, die aus dem Alltag ins Museum gewandert sind. Er lernt Rezepturen, Handgriffe, Materialien, Techniken kennen, vielleicht auch Lebensphilosophien. Das Geniale, Einfache, Naheliegende, über Jahrhunderte erprobte, zu überdenken, möglicherweise in unsere Zeit zu übertragen, dazu wollen die Filme anregen.

Es schwingt Bewunderung mit für die Leistung der ‚Hand‘-werker, die ähnlich den Meistern der bildenden Kunst, der Architektur, in ihren Bereichen unsere Kultur mitgestaltet haben. Handwerk als Kulturerbe begreifen.Während die ‚steinernen Zeugen‘ Chance haben Jahrtausende zu überdauern, ist dieses ‚lebendige Erbe‘ vom Vergessen bedroht. Was wir damit verlieren wird uns vermutlich erst in ein paar Jahren deutlich, wenn es sie nicht mehr gibt, die Letzten ihres Standes. Noch haben wir die Möglichkeit diese Zeugen einer vergangenen Zeit, die Grundlagen auch heutiger Technologien geschaffen hat, im Bild festzuhalten. Anliegen dieser Dokumentarfilmreihe ist es auch, späteren Generationen einen cineastischen Schatz zu hinterlassen: Den lebendigen Blick auf Wurzeln unserer Kultur.